Pflege-Wiki
Fachbegriffe verständlich erklärt – von A wie Absauggerät bis W wie Wundversorgung. Ihr Nachschlagewerk für die außerklinische Intensivpflege.
Das Pflege-ABC
Wichtige Begriffe aus der Intensivpflege – kompakt und verständlich erklärt.
🫁 Absauggerät
Gerät zur Entfernung von Sekret aus den Atemwegen. Unverzichtbar in der Tracheostoma-Versorgung und Beatmungspflege.
🏠 AKI (Außerklinische Intensivpflege)
Fachpflege für beatmungspflichtige oder intensivüberwachungsbedürftige Menschen in deren eigenem Zuhause – statt in der Klinik.
🤝 Angehörigenarbeit
Zusammenarbeit zwischen Pflegefachkräften und der Familie. Ziel: gemeinsame Versorgung, Entlastung und gegenseitige Unterstützung.
📱 Ärztecockpit
Digitale Plattform von Plenus Care®, die Ärzten und Therapeuten jederzeit Zugriff auf Pflegeverläufe, Vitaldaten und Berichte ermöglicht – sicher und in Echtzeit.
🌬️ Atemtherapie
Therapeutische Maßnahmen zur Verbesserung der Atmung, z. B. Atemübungen, Sekretmobilisation oder Inhalationstherapie.
💨 Beatmung (invasiv)
Atemunterstützung über ein Tracheostoma. Der Patient erhält Luft direkt über eine Kanüle in der Luftröhre.
😷 Beatmung (nicht-invasiv / NIV)
Atemunterstützung über eine Maske, ohne chirurgischen Eingriff. Häufig bei COPD oder neuromuskulären Erkrankungen.
🖥️ Beatmungsgerät
Maschine, die die Atmung reguliert und unterstützt. Wird in der außerklinischen Intensivpflege zu Hause eingesetzt.
👩⚕️ Bezugspflege
Pflegemodell, bei dem ein festes Team einem Patienten zugeordnet wird. Schafft Vertrauen, Stabilität und Kontinuität.
🫁 COPD
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung – eine der häufigsten Ursachen für außerklinische Beatmung und Langzeitversorgung.
📂 Case Management
Koordination aller Versorgungsmaßnahmen für einen Patienten – von der Aufnahme über die Pflege bis zur Zusammenarbeit mit Ärzten und Kassen.
🩹 Dekubitus
Druckgeschwür, das durch langes Liegen oder Sitzen entsteht. Prävention durch Lagerungswechsel ist ein zentrales Ziel der Intensivpflege.
📋 Dokumentation
Pflichtbestandteil jeder Pflege. Beschreibt alle Maßnahmen, Beobachtungen und Veränderungen – bei Plenus Care® vollständig digital.
💻 Digitalisierung
Einsatz moderner Technologien in der Pflege – z. B. digitale Dokumentation via iPad, Pflegesoftware MediFox Dan und das Ärztecockpit.
📖 Einarbeitung
Strukturierte Einführung neuer Pflegekräfte in den Arbeitsalltag. Bei Plenus Care® mit festem Einarbeitungskonzept und Mentoring.
🍽️ Enterale Ernährung
Nahrungszufuhr über den Magen-Darm-Trakt, z. B. über eine PEG-Sonde. Für Patienten, die nicht schlucken können.
👨👩👧 FamilyConnect
Digitales Angebot von Plenus Care® für Angehörige – transparente Kommunikation, Einsicht in Pflegeverläufe und enger Kontakt zum Pflegeteam.
🎓 Fortbildung
Regelmäßige Weiterbildung der Pflegekräfte in Beatmung, Tracheostoma, Notfallmanagement und weiteren Fachbereichen.
🛁 Grundpflege
Unterstützung bei alltäglichen Verrichtungen wie Körperpflege, Ernährung und Mobilität – Basis jeder pflegerischen Versorgung.
🧼 Hygieneplan
Feste Regeln und Abläufe zur Infektionsvermeidung – ein Muss in der Intensivpflege und Tracheostoma-Versorgung.
🤲 Handhygiene
Die wichtigste Einzelmaßnahme zur Infektionsprophylaxe. Regelmäßiges Desinfizieren schützt Patienten und Pflegekräfte.
🏡 Heimbeatmung
Beatmung eines Patienten im eigenen Zuhause statt in der Klinik. Ermöglicht Lebensqualität und Selbstbestimmung.
🏥 Intensivpflege
Pflegerische Versorgung von Patienten mit lebensbedrohlichen oder komplexen Erkrankungen, die eine ständige Überwachung erfordern.
🛡️ Infektionsprophylaxe
Vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionen – besonders wichtig bei Tracheostoma-Patienten und immungeschwächten Menschen.
🔄 Kanülenwechsel
Regelmäßiger Austausch der Trachealkanüle nach ärztlicher Vorgabe – essenziell für Hygiene und Atemwegssicherheit.
💉 Katheter
Medizinischer Zugang für Flüssigkeiten, Medikamente oder zur Urinableitung. Verschiedene Typen je nach Einsatzzweck.
🦵 Kontrakturenprophylaxe
Maßnahmen zur Vermeidung von Gelenkversteifungen durch regelmäßige passive und aktive Bewegungsübungen.
🛏️ Lagerung / Lagerungswechsel
Regelmäßiger Positionswechsel des Patienten zur Vermeidung von Dekubitus und zur Förderung der Atmung.
⏱️ Langzeitbeatmung
Dauerhafte maschinelle Atemunterstützung für Patienten, die nicht vom Beatmungsgerät entwöhnt werden können.
📊 Monitoring
Kontinuierliche Überwachung von Vitalwerten wie Sauerstoffsättigung, Puls, Blutdruck und Atemfrequenz.
🧑🦽 Mobilisation
Bewegungsförderung zur Vermeidung von Komplikationen wie Kontrakturen, Thrombosen oder Dekubitus.
📲 MediFox Dan
Pflegesoftware, die bei Plenus Care® für die digitale Dokumentation und Pflegeplanung eingesetzt wird.
✅ MD (Medizinischer Dienst)
Prüfinstitution der Kranken- und Pflegekassen. Bewertet Pflegequalität und vergibt Qualitätsnoten an Pflegedienste.
🧠 NeuroCare
Spezialisierte Pflege von Plenus Care® für Menschen im Wachkoma oder mit Bewusstseinsstörungen – Fokus auf Lebensqualität und neurologische Potenziale.
🚨 Notfallmanagement
Strukturierte Abläufe und Pläne für Notfallsituationen – z. B. akute Atemnot, Kanülenprobleme oder Herz-Kreislauf-Stillstand.
📑 Pflegegrad
Einstufung des individuellen Pflegebedarfs von 1 (gering) bis 5 (schwerste Beeinträchtigung). Bestimmt die Leistungsansprüche.
🍽️ PEG-Sonde
Perkutane endoskopische Gastrostomie – eine Ernährungssonde durch die Bauchdecke für Menschen, die nicht schlucken können.
🕊️ Palliativpflege
Würdevolle Begleitung am Lebensende. Lindert Beschwerden, gibt Halt und achtet auf Lebensqualität statt Heilung.
📝 Pflegeplanung
Individuelle Planung aller pflegerischen Maßnahmen auf Basis der Bedürfnisse und des Zustands des Patienten.
👨🏫 Praxisanleitung
Erfahrene Fachkraft, die neue Mitarbeiter oder Auszubildende strukturiert in die praktische Pflege einweist.
🏆 Qualitätssicherung
Systematische Maßnahmen zur Gewährleistung und Verbesserung der Pflegequalität – durch Standards, Audits und Schulungen.
🌬️ Respiration
Fachbegriff für die Atmung. Umfasst die äußere (Gasaustausch in der Lunge) und die innere Atmung (Zellebene).
⚠️ Risikomanagement
Systematische Maßnahmen zur Erkennung, Bewertung und Vermeidung von Notfällen und Komplikationen in der Pflege.
💧 Sekretmanagement
Maßnahmen zur Mobilisation und Entfernung von Atemwegssekret – durch Absaugen, Lagerung und Atemtherapie.
⚖️ § 37c SGB V
Gesetzliche Grundlage für die außerklinische Intensivpflege. Regelt den Anspruch auf häusliche Intensivversorgung bei Beatmung oder Tracheostoma.
🔴 Sauerstoffsättigung (SpO₂)
Messwert, der angibt, wie viel Prozent des Hämoglobins mit Sauerstoff beladen ist. Normal: 94–99 %. Wird per Pulsoximeter gemessen.
🔵 Tracheostoma
Künstliche Öffnung in der Luftröhre, die als alternativer Atemweg dient. Erfordert besondere Hygiene und fachgerechte Versorgung.
🔧 Trachealkanüle
Kunststoffröhre, die in das Tracheostoma eingesetzt wird, um den Atemweg offen zu halten und die Beatmung zu ermöglichen.
🩸 Thromboseprophylaxe
Maßnahmen zur Vorbeugung von Blutgerinnseln – durch Mobilisation, Kompressionsstrümpfe und ggf. Medikamente.
❤️ Vitalzeichen
Puls, Atmung, Körpertemperatur und Sauerstoffsättigung – die grundlegenden Messwerte zur Beurteilung des Gesundheitszustands.
📄 Versorgungsvertrag
Vertrag zwischen Pflegedienst und Krankenkasse, der die Rahmenbedingungen der Versorgung regelt.
🔓 Weaning
Schrittweise Entwöhnung vom Beatmungsgerät. Ziel: eigenständige Atmung wiederherstellen – gelingt nicht bei allen Patienten.
🩹 Wundversorgung
Fachgerechte Behandlung von akuten und chronischen Wunden – bei Plenus Care® auf höchstem Niveau mit zertifizierten Wundmanagern.
Krankheitsbilder in der AKI
Bei Plenus Care® betreuen wir Klienten mit komplexen Erkrankungen – professionell, sicher und individuell zu Hause.
Amyotrophe Lateralsklerose
ALSFortschreitende Muskelschwäche mit Beteiligung der Atemmuskulatur. Beatmung häufig erforderlich.
Guillain-Barré-Syndrom
GBSAkute Lähmungen mit möglicher Beatmungspflicht in der Akutphase. Intensivüberwachung notwendig.
Spinale Muskelatrophie
SMAAteminsuffizienz durch Muskelschwäche. Heimbeatmung oft erforderlich, engmaschige Betreuung notwendig.
Muskeldystrophien
z. B. DuchenneFortschreitende Muskelschwäche. Invasive oder nicht-invasive Beatmung wird im Verlauf häufig notwendig.
Myasthenia Gravis
MGMyasthene Krise kann Atemstillstand verursachen. Beatmung und intensivpflegerische Überwachung erforderlich.
Zentrale Hypoventilation
Ondine-SyndromGestörte Atemsteuerung im Gehirn. Dauerhafte Beatmung insbesondere im Schlaf erforderlich.
Schädel-Hirn-Trauma
SHT – mittel bis schwerBewusstseinsstörung oder Lähmung nach Unfall. Tracheostoma und Beatmung häufig notwendig.
Wachkoma / HIE
Hypoxisch-ischämische EnzephalopathieKeine selbstständige Atmung möglich. 24h-Intensivpflege mit permanenter Überwachung erforderlich.
Hohe Querschnittlähmung
C1–C4Ausfall der Atemmuskulatur durch Rückenmarksverletzung. Invasive Beatmung dauerhaft erforderlich.
COPD mit respiratorischer Insuffizienz
COPDLangzeitbeatmung oder nicht-invasive Beatmung bei schwerer chronisch obstruktiver Lungenerkrankung.
Lungenfibrose (fortgeschritten)
IPFSchwere Hypoxämie durch Vernarbung des Lungengewebes. Langzeitbeatmung häufig notwendig.
Langzeitbeatmung nach Intensivstation
Weaning-VersagerPatient kann nicht vom Beatmungsgerät entwöhnt werden. Dauerhafte außerklinische Versorgung erforderlich.
Tracheostoma-Versorgung
Vitale GefährdungPermanente Atemwegsüberwachung notwendig bei Tracheostoma mit erhöhtem Risiko für Komplikationen.
Tumoren im Kopf-Hals-Bereich
mit TracheostomaAtemwegsmanagement und ggf. Beatmung erforderlich nach operativen Eingriffen oder bei fortgeschrittener Erkrankung.
Hirntumoren (fortgeschritten)
Postoperativ mit BeatmungNeurologische Ateminsuffizienz mit Tracheostoma. Intensive pflegerische Betreuung rund um die Uhr.
Warum AKI nach § 37c SGB V?
Alle genannten Diagnosen können intensivpflichtig werden, wenn eine Beatmung, ein Tracheostoma oder ständige Überwachung der Atmung erforderlich ist. Dies ist die gesetzliche Grundlage für die außerklinische Intensivpflege, damit Klienten professionell, sicher und individuell zu Hause versorgt werden können.
Unser Versprechen
Bei Plenus Care® stehen menschliche Nähe, Fachkompetenz und Sicherheit im Vordergrund. Wir sichern eine kontinuierliche 1:1-Versorgung für Menschen mit komplexen Erkrankungen.
Jetzt Kontakt aufnehmen ↗